Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Reiseberichte

Finnwale lassen sich im Packeis eigentlich nicht blicken
© Marcus Klimek
Publiziert: Montag, den 03. August 2015

Heute Waltag?

Samstag, 01.08.2015

Diesmal kamen die Wale wirklich mitten in der Nacht. Um 04:15 ertönte der liebliche Weckruf, dem allerdings nur knapp die Hälfte der Reisenden folgten. Diese kamen in den Genuss, zwei Blauwale und mehrere Finnwale zu beobachten. Beim zweiten Weckruf um 05:45 Uhr folgten weitere müde Gesichter an Deck, ein Blauwal war wieder dicht am Schiff. Wer sich danach noch einmal ins Bett gelegt hatte, wurde eine Stunde vor der üblichen Weckzeit noch einmal durch die Lautsprecher gelockt, denn wieder zeigten sich Finnwale, diesmal sehr dicht am Schiff.

Zum Frühstück waren schon diverse Fotos geschossen worden. Nach so einem vielversprechenden Start musste es natürlich gut weiter gehen. Kaum waren alle Kaffeetassen am Frühstückstisch geleert, ertönte die nächste Durchsage, ein Bär war im Eis gesichtet worden. Also wieder rein in die Klamotten, Kamera und Fernglas um den Hals und ab an Deck. Der Bär, ein wunderschönes, wohlgenährtes Männchen, schlief seelenruhig auf einer großen Eisscholle, die von dichtem Packeis eingeschlossen war. So konnte die Quest nicht wirklich nah heran fahren, aber dennoch beobachteten wir den Bären aus der Entfernung und wer ein Fernglas oder ein Teleobjektiv vor Augen hatte, konnte dem Bären bei seinen morgendlichen „Yogaübungen“ zusehen. Er räkelte sich genüsslich, streckte alle Viere von sich und ließ sich die Sonne auf dem Bauch scheinen. Ein wirklich schönes Bild. Fast zwei Stunden verbrachten wir an dem Platz, bis der Bär entschied, aufzustehen und seiner Wege zu ziehen.

Nach dem Mittagessen machten die meisten fleißigen Walbeobachter der Nacht ein kleines Nickerchen, bevor es um 15 Uhr endlich wieder in die Zodiacs ging. Bei einer Rundfahrt durch das Packeis bei blauem Himmel und Sonnenschein wurden tolle Bilder gemacht und die frische arktische Luft genossen. Da heute der nördlichste Punkt der Reise bei 81°08`54“ erreicht wurde, gab es zur Überraschung in der Lounge ein Glas Sekt und für diejenigen, die gestern im -0,9°C kalten Wasser schwimmen waren, ein Zertifikat mit Beweisfoto. Abgerundet wurde der Tag durch einen Vortrag von Norbert Rosing nach dem Abendessen.

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