Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Reiseberichte

MS Quest im Eis und im Nebel
Publiziert: Sonntag, den 02. August 2015

Eis – mal im Nebel mal nicht

Donnerstag, 30.07.2015

Am Morgen herrschte dichter Nebel und die Quest hatte daher ihren Kurs bereits am frühen Morgen geändert. Es ging jetzt wieder Richtung Norden. Der Vormittag startete gemütlich in der Lounge mit einem Vortrag von Chris über das Studium des Arctic Nature Guide in Longyearbyen. Mittags hatte sich der Nebel gelichtet und wir hatten überraschend jetzt schon die Packeisgrenze erreicht.

Die Quest ankerte am Hochstetterbreen. Hier stiegen wir bei blauem Himmel, Sonne und angenehmen 6 Grad in die Zodiacs und starteten eine Expedition durch das Eis. Die Eisberge mit den Spiegelungen im Wasser boten fantastische Fotomotive. Zur Überraschung landeten wir auf einer großen Eisscholle an und machten ein kleines Picknick mit Schokolade. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, doch dann kamen weitere Eisschollen immer näher und außerdem rückte eine dicke Nebelwand immer näher. So machten wir uns schnell auf den Rückweg. Vorsichtig bahnten die Guide uns einen Weg durch das immer dichter werdende Packeis. Die Quest war mittlerweile im Nebel verschwunden und nicht mehr zu sehen. Als ein Signalton ertönte und wir kurze Zeit unser schwimmendes Zuhause in der grauen Suppe erkannten, waren alle erleichtert. Die Zodiacs wurden wieder aufs Schiff geladen und die Quest machte sich auf den Weg durch das Eis.

Schon am Nachmittag hatten wir den Nebel wieder hinter uns gelassen und wurden von der Sonne und einem herrlichen Blick auf den Austfonna verwöhnt. Vor dem Abendessen sollte ein Foto-Vortrag von Marcus stattfinden. Er hatte gerade angefangen als die Durchsage von Elke ertönte: „Eisbär voraus!“ Beim Näherkommen erkannten wir auf dem Eisberg eine Mutter mit ihrem Jungen. Ganz langsam und leise fuhren wir an den beiden vorbei und genossen die Szene mit perfektem Foto-Licht.

Beim Abendessen hatten alle Gäste und Guides ein Lächeln im Gesicht. Weiteres Programm war heute nicht mehr nötig, die Erlebnisse mussten erstmal verdaut we rden. Einige Gäste taten dies, indem sie es sich mit Stühlen und Kaltgetränken auf dem „Sonnendeck“ bequem machten, denn die Sonne schien immernoch herrlich warm. So klang der erlebnisreiche Tag entspannt aus.

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