Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Reiseberichte

Dickschnabellummen am Alkefjellet in der Hinlopenstrasse
© Sven Achtermann
Publiziert: Samstag, den 01. August 2015

Hinlopenstrasse im Nebel

Mittwoch, 29.07.2015

Gegen 2 Uhr nachts fuhren wir in die Hinlopenstrasse. Leider wurden wir dabei von einem Sturm und starken Wellengang begleitet, so dass es für die meisten Gäste eine eher unbequeme Nacht wurde. Am Morgen hatte sich der Sturm aber bereits gelegt. Der Blick aus dem Fenster ließ trotzdem nichts gutes ahnen – dicker Nebel und Nieselregen. Die geplante Zodiac-Rundfahrt am Alkefjellet wurde daher abgesagt. Stattdessen stellte unser Kapitän seine Navigationskünste unter Beweis und führte die Quest bis auf wenige Meter an die riesigen Vogelfelsen heran, in denen tausende Dickschnabellummen ihre Jungen aufziehen. Zweimal führte er uns auf dem Aussichtsdeck ganz langsam von links nach rechts an den Felswänden vorbei und bot damit genug Zeit, die Vögel zu beobachten und mit der Kamera einzufangen.

Nach dem Mittagessen gab es Zeit für ein kleines Nickerchen um den mangelnden Schlaf der Nach nachzuholen. Anschließend ging es richtig dick eingepackt in die Zodiacs und damit zur Walbergøya, wo es sich ca. 15 Walrosse am Strand bequem gemacht hatten. Die Tiere ließen sich absolut nicht von uns stören und jeder konnte tolle Fotos schießen, ob mit der eigenen Kamera oder der Leih-Ausrüstung von AC-Photo/Canon.

Zurück an Bord machten es sich die meisten Reisenden mit einer heißen Tasse Tee oder Kaffee und einem guten Buch in der Lounge gemütlich. Gegen 17:15 Uhr ertönte wieder Elkes Stimme durch die Lautsprecher: „Auf 1 Uhr befindet sich ein Bär auf einer Eisscholle!“ Alle stürmten hinaus und wer das Teleobjektiv griffbereit hatte, konnte einige Bilder schießen. Die Quest fuhr allerdings nicht näher an den Bären heran, da er sehr dünn war, eine Verletzung an der Schulter hatte und wir nicht riskieren wollten, das Tier aufzuscheuchen. Dieser Bär, wahrscheinlich eine Bärin, bot leider einen traurigen Anblick, aber auch das gehört zur Natur in der Arktis.

Am Abend war die Quest von dichtem Nebel umgeben, zu sehen war gar nichts und da auch keine weiteren Vorträge auf dem Programm standen, war Zeit zum Fotos sortieren, lesen oder für nette Gespräche in der Lounge.

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