Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Reiseberichte

Zodiac Cruise
© Kerstin Langenberger
Publiziert: Freitag, den 31. Juli 2015

Christiane Ritter zum Abschluss eines starken Tages

Dienstag, 28.07.2015

Über Nacht sind wir in die Krossfjord Region eingefahren und am Morgen erwartet uns eine spiegelglatte See im diffusen Licht. So startete die erste Zodiac Rundfahrt direkt nach dem Frühstück. Wir besuchten die Inselgruppe Andøyane. Nachmittags ging es zum Eric Breen und zum Monaco Breen (Breen bedeutet Gletscher). 2 Zodiacs gingen mit Norbert Rosing auf eine Gletscher-Fototour während die anderen 3 Zodiacs am Strand landeten und sich in 2 Wandergruppen aufteilten. Hier gab es viele schöne Blüten und Moose sowie einen Gletschersee. Die „Abenteuer-Gruppe“ rund um Guide Christian lief bis direkt an den Gletscher heran und scheute dabei keine Mühen. Das Wort des Tages war „Fliesserde“. Diese lernten einige Reiseteilnehmer kennen, als sie bis über den Knöchel in sich bewegendem, Treibsand ähnlichem Schlamm versanken. Spätestens jetzt war jedem klar „Wir sind auf einer Expedition!“

Aufstieg im Liefdefjord · © Elke Lindner Aufstieg im Liefdefjord · © Elke Lindner

Zurück an Bord hatten sich die verschiedenen Gruppen beim Abendessen viel zu erzählen. Noch während die letzten Gläser Wein oder Tassen Kaffee getrunken wurden, kam die Borddurchsage von Elke „Ein Bär wurde am Strand gesichtet“. Schnell waren alle wieder dick eingepackt auf den Außendecks versammelt. Während der Bär Steuerbord am Strand lief und sich leider entfernte, tauchten Backbord Minkwale auf. Auch diese verschwanden schnell wieder, wurden aber gleich von einem schwimmenden Walross abgelöst. Mit so viel tierischem Besuch nach dem Abendessen hatte niemand gerechnet. Zu allem Überfluss kam nun auch noch die Sonne wieder hinter den Wolken hervor und verwöhnte uns mit tollem Licht.

Ein weiterer Ausflug stand ebenfalls noch auf dem Programm. Noch einmal ging es in die Zodiacs und wir besuchten die legendäre Hütte von Christiane Ritter, die 1934 hier mit ihrem Mann und einem weiteren Trapper-Kollegen überwinterte und ihre Erlebnisse in dem Buch „Eine Frau erlebt die Polarnacht“ niederschrieb. Im Anschluss laß Peter einige Abschnitte aus dem Buch in der Lounge vor, während die Zuhörer mit dem einen oder anderen Getränk inklusive vom Gletscher mitgebrachten Eiswürfeln in Gedanken schwelgten. Wieder war ein erlebnisreicher Tag vergangen und man kann kaum glauben, dass wir erst seit 2 Tagen auf See sind.

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