Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Reiseberichte

Papageitaucher auf Spitzbergen
© Arne Kertelhein
Publiziert: Donnerstag, den 30. Juli 2015

Flexibilität ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Expedition – Teil 1

Montag, 27.07.2015

Gleich der erste Tag unserer Expedition sollte zeigen, dass Pläne dazu da sind, über den Haufen geworfen zu werden. So fiel das für den Vormittag geplante Meeting in der Lounge sehr kurz aus, denn ein Eisbär hatte sich am Strand von Ebelthofhamna gezeigt. Kurzerhand wurde also umdisponiert, die Zodiacs wurden ins Wasser gelassen und alle Gäste sprangen in ihre Gummistiefel und Schwimmwesten. Schon ging es hinaus auf den ersten Ausflug. Der Bär war mittlerweile ein Stück am Strand entlang gelaufen und wir folgten ihm vorsichtig auf dem Wasser. Er schaute interessiert und begann schließlich, einen steinigen Hang hinauf zu klettern. Auf dem dunklen Gestein bot er mit seinem hellen Fell einen tollen Kontrast und war leicht, auch ohne Fernglas und Teleobjektiv, zu erkennen.

Wir beobachteten den Bären eine Weile und fuhren dann weiter zu den Vogelfelsen in der 14. Juli Bucht. Hier konnten wir Dickschnabellummen und Papageientaucher in den Felsen beobachten. Auch Eismöwen und Weißwangengänse ließen sich blicken. An Land war außerdem eine Gruppe Rentiere mit einigen Jungtieren unterwegs.

Zodiac-Fahrt am 14. Juli Gletscher · © Arne Kertelhein Zodiac-Fahrt am 14. Juli Gletscher · © Arne Kertelhein

Das nächste Highlight war nicht weit. Der 14. Juli Gletscher mit seiner riesigen blau-weißen Abbruchkante und einer Menge treibenden Gletschereises bot weitere grandiose Fotomotive. Während eine Gruppe auf eine kleine Wanderung ging, fuhren zwei Zodiacs, bestückt mit ambitionierten Fotografen, weit ins Eis hinein. Zurück an Bord gab es erst einmal Mittagessen, bevor das am Morgen zu kurz geratene Meeting fortgesetzt wurde.

Die nächste Stadtion hieß Ny-Alesund. In der nördlichsten Siedlung der Welt verbrachten wir einen entspannten Nachmittag und zur Freude aller machten die Wolken, die uns bis hierher begleitet hatten, Platz für Sonne und strahlend blauen Himmel. Die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette und wir dachten schon, der Tag könne nicht besser werden, als die Borddurchsage ertönte „Beluga Wale auf 11 Uhr“. Somit hatte sich auch das vor dem Abendessen geplante Meeting erledigt. Gebannt standen wir an Deck und sahen zu, wie elegante weiße Rücken sich wie im gemeinsamen Takt aus dem Wasser hoben. Jetzt war der Tag wirklich perfekt und beim Abendessen herrschte eine ausgelassene Stimmung. So viele Highlights gleich am ersten Tag – wir sind gespannt, was morgen passiert!

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