Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 14.07. – 22.07.2012

Publiziert: Sonntag, den 22. Juli 2012

Spitzbergen-Sommer im Isfjord

21.07.12 Der Abschied naht

Milde Temperaturen erwarten uns heute bei unserem ersten Landgang auf dem Alkhornet. Mütze und Handschuhe sind selbst bei der gemütlichen Anlandung mit dem Zodiac beinahe überflüssig. Eingeteilt in zwei verschiedene Gruppen begeben wir uns auf unsere Entdeckungstour. Erneut wird uns eine etwas längere und eine kürzere Tour angeboten. Die Gäste der kürzeren Tour entdecken zwischen ein paar Felsen auf einer sanft ansteigenden Wiese einen schlafenden Polarfuchs. Langsam und leise nähern wir uns – natürlich ohne ihn zu bedrängen. Völlig unbeeindruckt von uns räkelt er sich gemütlich um gleich darauf wieder die Augen zu schließen und weiter zu schlafen.

Nachdem es bis zum Fuchs nur ca. 300 Meter zu gehen waren und ein Teil der Gruppe doch lieber noch etwas mehr sehen möchte, bietet Elke an, mit einem Teil den Spaziergang noch etwas auszuweiten. Gräben durchziehen die moosige Wiese und wir erleben so die Spuren des Permafrost-Bodens. Von einer kleinen Anhöhe aus genießen wir den Ausblick über die Küstenlinie: Malerische kleine Buchten umringt von Steilfelsen liegen im Sonnenschein da und laden zum Baden ein – leider spielen die Temperaturen für uns Mitteleuropäer nicht so ganz mit. Einer Rentierherde, die uns auf dem Rückweg begegnet ergeht es da ganz anders: Ihnen ist so heiß, dass sie sich auf einem übrig gebliebenen Schneefeld abkühlen müssen.

Nach dem Mittagessen ist es dann schließlich Zeit für den definitiv letzten Landgang unserer Reise. Ziel ist die Skansbukta, die Festungsbucht. Ihren Namen verdankt sie den steil aufragenden Felsen die mit ihren Zinnen an eine Burgmauer erinnern. Der Strand lässt sich mit zwei Eisbärwachen rechts und links gut absichern, so dass uns ein weites Areal „zur freien Verfügung“ steht. Historiker zieht es zur alten Gipsmine. Wie für alles auf Svalbard, was von vor 1945 ist, gilt auch hier der Denkmalschutz. Rostige Nägel und Glasscherben daher immer am Strand liegen lassen – es könnte sich um Denkmäler handeln. Lediglich Plastik haben wir auf unseren Landgängen immer eingesammelt um so die Natur sauber zu halten.

Gäste, die weniger gut zu Fuß sind, suchen sich ein gemütliches Plätzchen in der Sonne bei der kleinen Hütte am Strand und die Blumenliebhaber zieht es in die Geröllhänge auf der Suche nach der blauen Himmelsleiter.

Für das Fernsehen gibt es am Ende des Landgangs eine erneute Polartaufe – und so gehen bei herrlichstem Sonnenschein diesmal drei Gäste und zwei Guides im Isfjord baden. Die Beobachter sind begeistert!

Bei der letzten Recap-Runde in der Panorama-Lounge herrscht leicht melancholische Stimmung. Heiko lässt kurz die gesamte Reise noch einmal Revue passieren und bedankt sich bei seinem Team für eine tolle Tour. Dieses wird ihm und seinem Team mit tosendem Applaus zurück gegeben. Danke Heiko, Elke, Heike, Kerstin, Andrea, Arne, Martin und Dierk für unvergessliche Erlebnisse. Danke Jürgen für die vielen Details hinsichtlich der polaren Luftfahrtgeschichte. Und natürlich auch Danke Norbert für zwei beeindruckende Dia-Shows.

Beim Abschiedsessen – wir sind bereits wieder zurück im Hafen von Longyearbyen – haben wir einen weiteren Geburtstag und einen Hochzeitstag zu feiern, so dass unser Servicepersonal es sich nicht nehmen lässt, seine Gesangskünste unter Beweis zu stellen. Bei der abschließenden Vorstellung aller erhalten Sie dann auch den ihnen gebührenden Applaus. Sie haben sich während der gesamten Reise zuvorkommend, schnell und aufmerksam um uns gekümmert. Herzlichen Dank dafür auch noch einmal an dieser Stelle!

Früh um 5 Uhr am nächsten Tag ist dann schon wecken für den größten Teil der Gruppe. Wir treten gemeinsam unsere Heimreise an. Eine Woche auf Spitzbergen, die uns allen sicherlich für immer im Gedächtnis bleiben wird, ist zu Ende.

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