Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 26.07. – 05.08.2012

Publiziert: Sonntag, den 29. Juli 2012

Unverhoffte Begegnung mit Walrossen

28. Juli 2012 Smeerenburg und der Fuglefjord

Angekommen im Smeerenburgfjord, ankerte die MS Quest vor der Amsterdaminsel. Dort ging es mit den Zodiacs an Land. Im 17. Jahrhundert lag hier die europäische Walfanghauptstadt Smeerenburg (Transtadt). Noch heute zeugen die Überreste großer Trankessel von jener Zeit. Auch uralte Walknochen lagen noch immer an diesem Strandabschnitt, da im Klima Spitzbergens quasi keine Verwitterung statt findet.

In der Ferne machten unsere Guides noch eine kleine Gruppe Walrosse aus. Langsam und leise bewegten wir uns vorsichtig in Richtung der Tiere, ohne diese zu stören und sie dennoch intensiv beobachten zu können.

Bei bestem Wetter vermittelte uns eine kleine Wanderung auf der Insel nur ein ungefähres Gefühl der damalig kargen Verhältnisse, in denen gelebt und überlebt wurde. Auf unserer Runde entdeckten wir viele Eisbärenspuren – unter Anderem auch von kleinen Familien – im weichen Boden der Tundra.

Nach diesem Ausflug ging es etwas weiter nördlich in den Fuglefjorden. Vor einer herrlichen Glescherwand beobachteten wir Bartrobben zwischen dem Fjordeis. Mit den Zodiacs fuhren wir dann auf der Suche nach Eisbären und anderen Wildtieren den Fjord hoch. Am Fjordeingang wurden die Zodiacs von der MS Quest wieder eingesammelt. Nach dem Einsammeln ließ sich dann tatsächlich noch ein Eisbär blicken. Ein sehr großes Männchen schwamm im Fjord und ließ sich an Land nieder, wo direkt Skuas kriegerisch ihr Revier gegen den Eindringling verteidigten.

Unsere Fahrt geht nun direkt weiter nach Norden an die Packeisgrenze in der Hoffnung, dort Eisbären zu sehen. Die Guides haben zusätzlich zur Bootsbesatzung Nachtwachen aufgestellt, um den Gästen rechtzeitig Bescheid geben zu können, wenn der erste Eisbär im Packeis auftaucht.

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