Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 04.08. – 15.08.2012

Publiziert: Dienstag, den 14. August 2012

10.08.2012 Ein schneeweißer Buckelwal

Vor der Austfonna am Bråsvellbreen

Es war ein nebliger Morgen. Dennoch sind wir, in einem nebelfreien Moment, in der Nähe des Bråsvellbreens an Land gegangen. Nach nur wenigen Schritten entdeckten die Guides jedoch einen Eisbären am Horizont. So mussten wir den Landgang unerwartet schnell wieder beenden und wir fuhren schon nach kurzer Zeit zurück zum Schiff. Statt den Gletscher von Land aus zu besichtigen erlebten wir das Naturschauspiel nun von Bord der MS Quest aus. Der Kapitän hat das Schiff sehr nahe an der Abbruchkante des Bråsvellbreens mit seinen beeindruckenden Schmelzwasser-Wasserfällen entlang gesteuert.

Unser nächster Landgang hatte als Ziel die Pescheløya, eine kleine Felseninsel südöstlich der Wilhelmøya am Ausgang der Hinlopen-Straße. Trotz ihrer Kargheit fanden wir eine Vielzahl der zähen, kleinen Blumen Svalbards und viele Küstenseeschwalben. Am Strand sahen wir außerdem relativ frische Spuren eines jungen Eisbären, der aber glücklicherweise bereits weiter gezogen war, so dass wir diesen Landgang bis zum Ende genießen konnten.

Das überraschende Highlight des Tages – oder womöglich sogar der gesamten Reise – durften wir allerdings nach dem Abendessen erleben. Bei unserer Weiterfahrt trafen wir auf mehrere Gruppen Buckelwale, die wir in der Nähe des Schiffs beim fressen beobachten konnten. Und plötzlich tauchte unter einer dieser Gruppen ein schneeweißes Tier auf! Gemeinsam mit zwei normal gefärbten Walen tauchte er nach Nahrung. Für uns ergab sich aus dem Kontrast der Färbungen ein atemberaubendes Bild. Niemand an Bord – auch keiner der Guides – hatte so etwas je zuvor gesehen!

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