Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 04.08. - 14.08.2013

Alkefjellet: ein Naturwunder Spitzbergens
© Kerstin Langenberger
Publiziert: Donnerstag, den 08. August 2013

Mittwoch 07.08.2013: Unterwegs in der Hinlopenstraße

Auge in Auge mit Dickschnabellummen am Alkefjellet

Heute sind wir in der Hinlopenstraße angekommen, eine Meerenge zwischen der Hauptinsel Spitzbergen und der zweitgrößten Insel Nordaustland. Am Morgen ging es zum berühmten Alkefjellet, einem mehrere hundert Meter langen Vogelfelsen.

Hier brüten hauptsächlich Dickschnabellummen. An und um den Vogelfelsen können sich Schätzungen zur Folge bis zu 200 000 Vögel aufhalten. Der Tag begann mit Nebel, jedoch verzog sich dieser beim einsteigen in die Zodiacs schnell und wir hatten eine atemberaubende Sicht auf das Geschehen um und an dem Vogelfelsen. Da die Felsen steil ins Meer fallen, konnten wir mit den Zodiacs direkt die Felsen anfahren und waren Auge in Auge mit den Dickschnabellummen. Es war ein unvergleichliches Erlebnis, wie man es wohl nur hier erleben kann. Wo der Felsen etwas flacher ins Wasser fällt konnten wir einen Fuchs bei seiner Nahrungssuche beobachten und dieser ließ sich nicht weiter von den Booten stören. Fast schon auf dem Rückweg zur Quest begegnete uns ein Walross. Als es die Zodiacs erblickte, wurde es neugierig und hat uns genauso beobachtet wie wir es. Nach einigen Blickwechseln hat es sich weiter auf seinen Weg gemacht und wir haben es ziehen lassen.

Walross im Wasser
Walross  Foto: Sven Achtermann

Nach dieser Begegnung ging es zurück auf die Quest zum Mittagessen, um am Nachmittag im Murchisonfjord auf einen Eisbären zu stoßen. Unser Tagesplan wurde kurzerhand umgeworfen und es ging wieder in die Zodiacs. Der Eisbär lag auf einer Insel namens Kvaløya. Da er unmittelbar am Strand lag konnten wir ihn aus den Zodiacs hervorragend beobachten. Der Bär hat sich wenig für uns interessiert und sich in seiner Ruhe nicht stören lassen. Es war ein wirklich stattlicher Bär, ein sehr großes Männchen mit einem guten Umfang. So eine gute Eisbärenbeobachtung wird sicherlich schwer zu übertreffen, aber wir werden uns alle Mühe geben.

Nach dem tollen Bären ging es mit dem Zodiac weiter zu einer kleinen Insel die sich Flyndra nennt. So hatten wir das Vergnügen eine Polarwüste kennen zu lernen; die Landschaft wird hier durch die Abwesenheit von Vegetation dominiert. Die Insel wurde in drei Gruppen erkundet. Dem bisschen an Vegetation wurde hier natürlich besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, aber auch Wal- und Robbenknochen hatten ihren Reiz. Um die Insel gab es noch einige Eiderenten mit Jungen. Nun steuert die Quest gen Norden ins Packeis…

Text: Simon Bober

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