Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 04.08. - 14.08.2013

springender Eisbär
© Sven Achtermann
Publiziert: Freitag, den 09. August 2013

Donnerstag 08.08.2013: Auf dem Weg in‘s Packeis

Ein eisbäriges Erlebnis

Was für ein Tag! Eigentlich wollten wir uns auf den Weg Richtung 82° Grad Nord machen, um nach Eisbären Ausschau zu halten. So weit in den Norden muss man inzwischen fahren, um das Packeis zu erreichen…

Morgens um 8:00 Uhr – wir waren gerade bei 81° Nord – sind wir jedoch bereits auf unseren „ersten“ Bären gestossen. Und das war nicht nur EIN Eisbär – es war eine Bärin mit Nachwuchs! Eine Mutter mit einem diesjährigen Jungen! Und was erscheint da am Horizont? Noch ein Bär! Schlussendlich waren wir umgeben von vier erwachsenen und einem jungen Eisbären! Es war unglaublich, wir wussten nicht ob wir auf Steuerbord, Backbord, Heck oder Bug gehen sollten, auf jeder Seite war ein Bär..! Und neugierig waren die! Kamen zum Schiff, schnupperten, guckten uns mit großen Augen an! Ein anderer wälzte sich im Schnee und kratzte seinen Bauch an einer Eisscholle… Einfach unglaublich, man weiß nicht wie man dieses Erlebnis in Worte fassen soll…

Eisbär im Packeis Polar Kreuzfahrt
Eisbär Nr. 4, 5 oder 6? Foto: S. Achtermann

Für die äußerst seltenen Spatelraubmöwen, die an uns vorbeiflogen, hatten nur wenige Augen… 🙂 Als wir dann so gegen 10:00 Uhr dachten, wir würden nun Zeit haben zu frühstücken, tauchten auch bereits die nächsten zwei Bären zwischen den Eisschollen auf! Der eine hat leider sofort Reißaus genommen, während Nummer Zwei aber auch wieder neugierig herankam. Und auch Mutter und Kind tauchten nach einer Runde Schwimmen wieder am Heck der MS Quest auf und statteten uns quasi nochmals einen letzten Besuch ab!

Wir trieben langsam weiter, verließen unsere Bärenbegegnung glückselig, um nochmals auf zwei „neue“ Bären zu treffen. Als wir auch diese Bären verließen, war es inzwischen 13:00 Uhr und einige von uns nahmen sich nun zum ersten Mal an diesem Tag Zeit, überhaupt etwas zu essen. 🙂 Am Nachmittag gab es dann noch einen Eisbären, bevor wir abends an die dichte Packeis-Grenze gestossen sind und bei -2° den Eisschollen beim Driften und Kollidieren zugesehen haben.

Text: Therese Horntrich

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