Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 04.08. - 14.08.2013

Walross-Party im Wasser
© Sven Achtermann
Publiziert: Dienstag, den 13. August 2013

Samstag 10.08.2013: Kvitøya – im Nordosten von Spitsbergen

Das Walross Spektakel

Heute Morgen um 6:30 weckte uns Philipp’s Stimme – wir waren bei Kvitøya angelangt! Morgenstund hat bekanntlich Gold im Mund. So sind wir bei relativ starkem Wellengang um 7:00 in unsere Zodiacs gestiegen und machten uns auf den Weg, Walrosse, die hier zu Dutzenden im Wasser schwammen oder auf den Felsen lagen, zu besuchen.

Rau war nicht nur das Wetter, auch die Insel, die übrigens ganz im Osten von Spitzbergen liegt. Die Insel ist ein einziger Felsstrand bedeckt mit einer großen weißen Eiskappe. An Land konnten wir leider nicht – wieder ein Eisbär… Andréeneset sahen wir also nur von Weitem, aber die Walrosse waren Spektakel genug. Überall um unsere Zodiacs sind sie zwischen den Wellen aufgetaucht und haben uns neugierig beäugt! Um 9:00 kamen wir dann wieder zurück zum Schiff und genehmigten uns ein ausgiebiges Frühstück im Trockenen.

Gletscherkante der Austfonna Eiskappe
Gletscherkante der Austfonna Eiskappe Foto: S. Drücker

Danach segelten wir los Richtung Nordaustlandet – Isispynten war unser nächstes Ziel. Währenddessen hielt Simon einen Vortrag über das Nahrungsnetz in der Barentssee, Larissa gab uns eine kurze Übersicht über Walrosse und Thérèse erzählte uns die Geschichte von Andrée und seiner Ballonfahrt, welche ihr tragisches Ende auf Kvitøya fand.

Am späten Nachmittag sind wir dann an unserem Ziel angekommen und haben den Tag mit einer Zodiacfahrt vor der langen Gletscherkante der Austfonna Eiskappe beendet. Die Sonne schien uns ins Gesicht und das Brush-Eis knisterte und knackte um uns herum. Eine Robbe hat neugierig ihren Kopf aus dem Wasser gestreckt. Zu guter Letzt sind wir bei Isispynten an Land gegangen und haben ganz in Entdeckermanier die steinige und matschige Insel erkundigt bis wir buchstäblich nicht mehr weiterkamen, wenn das kein Expeditionsgeist ist!

Text: Therese Horntrich

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.