Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 04.08. - 14.08.2013

Polarfuchs
© Manfred Fiess
Publiziert: Dienstag, den 13. August 2013

Sonntag 11.08.2013: Durch den Freeman Sund

Füchse, Vögel und Gebeine

Wir haben es heute von Nordaustland zum Freeman Sund zwischen der Barents- und Edgeøya geschafft. Auf der Barentsøya ging es am Kapp Waldburg an Land.

Dreizehenmöwen am Brutfelsen Spitzbergen
Dreizehenmöwen am Brutfelsen  Foto: Manfred Fiess

Diese Anlandung lohnt sich meistens für Polarfüchse, aber natürlich auch für die zahlreichen Dreizehenmöwen, die teilweise bis auf Augenhöhe mit ihren Jungen im Felsen sitzen. Es gab zwei Gruppen, die einen haben den Weg von oben an den Vogelfelsen gewagt, während die andere Gruppe den Felsen von unten bestaunen konnte. Obwohl die Gruppen anfangs geteilt wurden, hatten beide Gruppen einen Fuchs! Die mobile Gruppe wurde von einem Jungfuchs entdeckt, der sich neugierig an die ungewohnt bunten Tiere heranschlich. Die Gruppe unten am Felsen, blieb allerdings nicht unbehelligt und wurde von einem erwachsenen Fuchs geprüft. Trotz der Füchse dürfen die Vögel aber nicht unerwähnt bleiben.

Hunderte von Dreizehenmöwen ließen sich bei ihrem natürlichen Verhalten aus nächster Nähe beobachten. Wir hatten schönes sonniges Wetter bei herrlich blauem Himmel. Auf dem Rückweg zu den Zodiacs trafen wir alle noch auf Rentiere beim Aufladen ihrer Energiereserven für den Winter.

Walknochen am Kap Lee Spitzbergen Reise
Walknochen am Kap Lee Foto: Stephani Drücker

Der nächste Landgang ging auf die Edgeøya zum Kapp Lee. Hier gab es vor allem viele Walrossgebeine aus alten Zeiten. Neben diesen kann man aber auch Walknochen in einer Nachbarbucht bestaunen.

Besonders schön ist hier auch die Vegetation. Es ist wirklich sehr grün! Und stellenweise auch sehr feucht. Zu dieser Jahreszeit dominiert neben den flächendeckenden Moosen klar der Moorsteinbrech das Bild. Hier wurden wieder drei Gruppen nach Schwierigkeitsgrad eingeteilt. Am Strand gab es schöne Wellen, was am Ende des Landgangs aber bedeutete, dass zwei von drei Zodiacs randvoll mit Wasser waren. Mit vereinten Kräften wurden die Zodiacs rausgeschoben und dort weitestgehend vom Wasser befreit . Trotz einiger Bemühungen stand auf der Rückfahrt immer noch etwas Wasser im Boot. Dank Gummistiefel war das aber kein Problem. Am Schiff wurden die Zodiacs dann endgültig vom Wasser befreit. Unser nächster planmäßiger Halt ist der Hornsund, dieser liegt wieder an der Westküste Spitzbergens, also geht es heute Nacht ums Südkapp.

Text: Simon Bober

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