Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Eisbären erleben: 03.09. - 15.09.2013

Publiziert: Dienstag, den 10. September 2013

Montag, 09.09. 2013: Eisbärenalarm!

Stippvisite an den Sieben Inseln und weiter zum Nordaustland

Dabei klärte sich die Frage, warum Walrosse gegen den Wind stinken.

Die Nacht über war die Quest ganz brav gen Süden geschippert, so dass wir heute Phippsoya zum Frühstück vor uns hatten. Schön. Ein Hauch Schnee war bereits über die Insel geweht. Mit Winter ist eben jederzeit zu rechnen.

Wir waren aber nicht zum Schneeballwerfen hergekommen, sondern um der örtlichen Walrosskolonie einen Besuch abzustatten.

Schätzungsweise 100 Köpfe zählte die Gruppe, Männchen, Weibchen und einige Jungtiere darunter. Ein paar schwammen auch in der Bucht von Isflakbukta herum. Langsam und ruhig näherten wir uns den Tieren. Bald wehte der Wind ihren Geruch herüber. Um es diplomatisch zu sagen: Walrosse duften nicht nach Rosen. Bald hörte man sie auch; ihr Grunzen, Schnauben, Rülpsen und Furzen. Eine buntes Potpourri an Verdauungsgeräuschen.

Ein Teil von uns blieb noch bei den Walrossen, der Rest ging die Insel weiter erkunden. Die Walross-Watcher hatten Glück; ein paar neugierige dieser Flossenfüßer kamen bis auf zwei Meter an sie heran. Wir anderen stapften über die Tundra. Dann warnte die Brücke, dass sie einen Eisbären sehen würden. Nein zwei! 800 Meter von unserer Position entfernt. Wir drehten um, nur keinen Ärger mit den Eingeborenen. Am Kamm sahen wir einen rennen, weniger als 800 Meter, vielleicht 200 Meter weg.

Alle in die Boote und fort vom Strand. Im Meer wieder Walrosse, die sich die Zodiacs aus der Nähe anschauen wollten. Am Hang noch ein Eisbär.

Am Nachmittag auf Nordaustland in der Reliktbukta spaltete sich die Gruppe wieder in verschiedene Wandergeschwindigkeiten auf. Die „Bergziegen-Gruppe“ krabbelte sogar auf die höchste Erhebung, um eine wunderbare Rundumsicht auf die malerische Fjord- und Gletscherlandschaft zu haben. Nun. Wir hatten eine Rundumsicht, zumindest größtenteils, denn es schneite und die Sicht beschränkte sich auf eine Steinwurfweite.

Text: Peter Laufmann

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