Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Große Antarktis-Kreuzfahrt: 18.10. - 12.11.2013

Publiziert: Donnerstag, den 24. Oktober 2013

Freitag, 18. und Samstag, 19.10.2013, Buenos Aires:

Auf geht’s!!!!

Fast pünktlich, um 22:05 Uhr, steht unsere Maschine auf der Startbahn und wir heben ab in Richtung Südamerika. Ein 14-Stunden-Flug liegt vor uns. Auch wenn es bei einigen knapp geworden ist – nach einer gefühlten Odyssee über den riesigen Flughafen – sind alle an Bord.

Am nächsten Morgen landen wir ca. 07:20 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in Buenos Aires. Eine weitere knappe Stunde vergeht, bis die Ersten am Flughafen Inés treffen, die uns heute den Tag über begleiten wird. Neben 30 Minuten, die wir auf dem Flug wegen eines Unwettergebietes verloren haben, kostet uns der Ausfall einer Koffer-Röntgen-Maschine eine weitere halbe Stunde.

Aber ohne dass wir mit ihr darüber gesprochen haben, scheint Inés durchaus mit unserem Expeditionsprinzip vertraut zu sein: Spontan werden wir zuerst zum Frühstücken fahren und erst dann unser Gepäck im Hotel abliefern. Im Café Tortoni, dem ersten Café der Stadt, genießen wir im historischen Ambiente frisch gepressten Orangensaft, Café con Leche und kleine Croissants.

Auf dem Weg zum ersten Stopp an der Plaza de Mayo sehen wir den Regierungssitz Argentiniens – das Rosa Haus. Rosa, seit dem sich zwei Parteien – ehemals eine davon mit weißer und die andere mit roter Flagge – zusammen geschlossen haben.

Weiter geht es in den wahrscheinlich farbenprächtigsten Stadtteil: La Boca. Hier haben sich viele Künstler niedergelassen und in den Straßen zeigen diverse Paare, dass wir uns in der Hauptstadt des Tangos befinden. Vom buntesten fahren wir dann weiter in den aktuell beliebtesten Stadtteil der argentinischen Hauptstadt: Porto Madero.

In diesem Teil der Stadt werden gerade die alten Speicherhäuser aufwändig restauriert – auf die Idee, eine Madero-Philharmonie zu bauen, scheint aber noch niemand gekommen zu sein. Hier begegnet uns auch zum ersten Mal auf unserer Reise ein kleiner Teil Polargeschichte. Inzwischen als kleines Museum umgebaut, liegt hier die “Uruguay” – seinerzeit an einer spektakulären Rettungsaktion in der Antarktis beteiligt.

Nach dem Mittagessen geht es dann weiter zu einer kleinen Stadt innerhalb der Stadt – zu einer Stadt der Toten, dem Friedhof „La Recoleta“. Besonderes Interesse weckt sicher die letzte Ruhestätte von Evita Peron. Aber auch der Rest beeindruckt. Dicht an dicht, mit teilweise nur ganz kleinen Gassen dazwischen, stehen die Mausoleen in jedem nur erdenkbaren Zustand zwischen prunkvoll glänzender Marmorfassade bis hin zum beinahe kompletten Verfall. Farbige Glaskuppeln, Putten und Kreuze lenken den Blick zwischenzeitlich immer wieder nach oben.

Nach einer wohlverdienten Ruhepause am Nachmittag darf am Abend natürlich der Besuch eines typisch argentinischen Steakhouses nicht fehlen. Das Abendessen: Gegrillte Wurst (Chorizo) und gratinierter Käse als Vorspeise. Salat und ein Steak von geschätzten 500 Gramm als Hauptgericht (was von den Kellnern auch eher als Entrée, als amuse geule, als kleines Häppchen vorneweg bezeichnet wurde) und hinten dran noch hausgemachtes Kokos-Mandelkrokant-Eis. Unter uns gibt es wirklich niemanden, der diese Portion schafft. Viele waren wahrscheinlich schon nach Wurst und Käse wieder satt. Aber ein echtes argentinisches Steak – butterzart und auf den Punkt gegart – wer lässt sich das schon entgehen (wenn man sich nicht vegetarisch ernährt)?

Text: Stephani Drücker

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