Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Große Antarktis-Kreuzfahrt: 18.10. - 12.11.2013

Publiziert: Montag, den 28. Oktober 2013

Samstag, 26.10.2013: Südgeorgien, wir kommen!

Auf dem Weg zur beeindruckendsten Insel der Welt

Vor uns liegen zwei Seetage, die von unserem Expeditionsteam mit Vorträgen gestaltet werden. Bei unserer zweisprachigen Reisegruppe bekommt die Technik in der Lounge fast keine Pause und für die optimale Zusammenstellung des abwechselnden Programms muss unsere Expeditionsleitung, müssen Martin und Elke, ganz schön „jonglieren. Und zum Anderen einen gibt es natürlich noch einiges zu den Falklandinseln nach- und zu Südgeorgien vorzubereiten.

Wir beginnen mit einem Vortrag von Dierk zu den Pinguinen. Einige Arten haben wir ja schon auf den Falklandinseln gesehen und diverse weitere erwarten uns noch im weiteren Verlauf unserer Reise.

Man findet diese Tiere ausschließlich auf der Südhalbkugel. Ausschließlich? Nein! Einige kleine, unerschütterliche Populationen haben auch auf der Nordhalbkugel Fuß gefasst – und leben auf den paar Galápagosinseln, die nördlich vom Äquator liegen. Zusätzlich zu den bereits schon Gesehenen werden wir auf Südgeorgien hoffentlich auch noch die Goldschopf-Pinguine sehen. Die Engländer nennen sie einfach „Macaroni“ aufgrund ihrer beeindruckenden Frisur.

Während der Zeiten, in denen die Schweden Vorträge in der Lounge sehen, gibt es für uns leider nicht ganz so viel zu sehen, da wir einen nebligen, trüben Tag erwischt haben. Aber wie Martin und Elke uns immer wieder versichern, sollten wir froh über das Wetter sein. Denn Nebel bedeutet, dass kein bzw. kaum Wind da ist. Und kein Wind bedeutet gleichzeitig: kein Seegang.

Am Nachmittag machen wir dann einen mentalen Abstecher ans andere Ende der Welt:

Andreas Kieling berichtet uns von seinen Abenteuern in Alaska. Über einen langen Zeitraum lebte er dort, zusammen mit Grizzlybären und ihm gelangen einige einmalige Filmaufnahmen. Aufgrund der langen Zeit, die er mit den Tieren verbrachte, konnte er das Verhalten der Bären sehr gut einschätzen und somit sehr dicht an die Tiere heran kommen. Unter anderem gelangen ihm so als erstem Tierfilmer überhaupt Unterwasseraufnahmen von nach Lachs jagenden Grizzlies.

Aus dem Recap vor dem Abendessen machen Olle und Elke ein kleines Quiz zwischen den Nationen. Die Aufgabe: Wer hat den gezeigten Vogel auf den Falklandinseln gesehen und wie heißt er auf der jeweiligen Landessprache. Persönlich habe ich maximal 2/3 der gezeigten Vögel entdeckt. Eine begnadete Ornithologin ist wohl nicht an mir verloren gegangen…

Und am Abend dann noch eine internationale Uraufführung eines Filmes über Südgeorgien. Unser Expeditionsleiter Martin war einer der Glücklichen, die an den Filmarbeiten zu einem Film über Südgeorgien teilnehmen durften. Kommentiert wurde der Film von Sir David Attenborough und bisher wurde er nur einmal in Großbritannien ausgestrahlt. Unglaubliche Bilder von „Pinguin-City“ steigern unsere Vorfreude auf diese Insel.

Text: Stephani Drücker

Akteure in diesem Blogbeitrag:
Unsere Kollegin Stephani Drücker, die diese Reise begleitet
Olle Carlsson aus Schweden, Dozent
Elke Lindner, Guide aus Deutschland
Martin Enckell, der schwedische Expeditionsleiter
Dierk Ronneberger, Guide aus Deutschland
Andreas Kieling, deutscher Dokumentarfilmer

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