Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Große Antarktis-Kreuzfahrt: 18.10. - 12.11.2013

Publiziert: Mittwoch, den 06. November 2013

Samstag, 02.11. und Sonntag, 03.11.2013: Das Wetterglück wendet sich von uns ab

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind …

Für Samstag sieht die Prognose erstmal noch ganz gut aus. Uns erwarten noch recht moderate Winde und entsprechend ruhige See. Für Sonntag sieht die Wind-/Wetterkarte, die uns Martin beim allabendlichen Recap zeigt, allerdings nicht mehr ganz so vielversprechend aus – wir müssen mit  stärkeren Winde und somit auch stärkeren Seegang rechnen.

Nach dem extrem anstrengenden Programm der vergangenen Tage ist heute erst mal ausruhen angesagt. Auch das Vortragsprogramm ist entsprechend nicht so umfangreich. Vormittags bereitet uns Elke mit einem Vortrag über Glaziologie auf unsere Ankunft in der Antarktis vor. Denn Eis werden wir ja wohl sehen. Mittags dann eine längere Pause, einem Großteil von uns steht der Sinn ja schließlich auch nach einem kleinen Nickerchen. Anderen steht der Sinn trotz der Tierbeobachtungen der letzten Tage immer noch nach Fotografieren. Sie sind an Deck und versuchen, die Seevögel, die nun wieder unsere ständigen Begleiter sind, fotografisch einzufangen.

Am späteren Nachmittag begeben wir uns dann mental auf eine Abenteuerreise mit Dierk und Shackleton. Nachdem viele von uns in Grytviken schon an seinem Grab gestanden haben, erfahren wir nun genauer von den Expeditionen dieses großen Polarreisenden.

Beim Recap am Abend informiert uns Martin wie immer über die zu erwartenden Windverhältnisse. Sieht leider nicht so gut aus – wir werden wohl mit starkem Gegenwind zu kämpfen haben. Zusätzlich kommt heute Abend noch eine Satelliten-Aufnahme der Antarktischen Halbinsel und der Südlichen Shetlandinseln hinzu. Auch hier sind die Aussichten nicht ganz so rosig – aktuell reicht das Eis noch sehr weit in den Norden.

Über Nacht hat der Wind und somit auch der Seegang tatsächlich zugenommen. Beim ersten „Nase- raus-an-Deck-strecken“ schmeckt die Luft salzig. Nachdem wir den gestrigen Tag zum Ausruhen hatten, ist unser Programm heute etwas ausladender. Wir beginnen mit dem ersten Teil von Andreas‘ Abenteuer am Yucon River. Anschließen dann die dritte und letzte Staubsaugerparty unserer Expedition. Am Nachmittag informiert uns Therese dann über die Tricks der Überlebenskünstler und ihre Anpassungsmechanismen an ein Leben im Kühlschrank. Weiter geht es um 16:00 Uhr mit Elke und der frühen Polargeschichte: Entdeckungen des Südens Teil I. Wir erfahren außerdem, dass die Wellen inzwischen ca. 5 Meter hoch sind und uns der Wind mit ca. 40 Knoten entgegen bläst.

Im Anschluss an ihren Vortrag kommt dann von Martin die schon fast erwartete Durchsage, dass die Außendecks nun nicht mehr betreten werden dürfen. Bis zum Recap haben sich die Wellen auf 7 Meter gesteigert und immer wieder toben kurze Schneestürme. Den Wind kriegen wir immer noch direkt von vorne und auch an der Eissituation hat sich noch nichts verändert…

Text: Stephani Drücker

Mitwirkende in diesem Blogbeitrag:
Stephani Drücker, unsere Kollegin
Martin Enckell, der schwedische Expeditionsleiter
Elke Lindner, Guide aus Deutschland
Dierk  Ronneberger, Guide aus Deutschland
Andreas Bergström, schwedischer Guide und Biologe
David Berg, schwedischer Guide

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