Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Über uns

Publiziert: Mittwoch, den 16. April 2014

Experten aus dem Büro beim Guide-Meeting in Göteborg

Nina und Anne aus dem Büro von Polar-Kreuzfahrten bereiten sich auf die Spitzbergen Saison 2014 vor

Jedes Jahr im Frühling findet in Göteborg ein Treffen der Guides vom schwedischen Veranstalter Polar Quest und uns, Polar-Kreuzfahrten als deutschen Partner, statt. Eine tolle Gelegenheit, die Erfahrungen der letzten Saison auszutauschen, aktuelle Themen zu diskutieren, bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.

Aus dem „Experten vor Ort“-Team von Polar-Kreuzfahrten nahmen in diesem Jahr Elke Lindner, Henryk Wolski und Peter Laufmann an der Veranstaltung teil. Elke hat seit Jahren Erfahrungen als Biologin, Guide und Fachlektorin in der Arktis und Antarktis gesammelt und ist schon vielen unserer Gäste bekannt. Sie wird in diesem Sommer unter anderem unsere Spitzbergenreisen mit der MS Quest im Juni sowie die Grönlandreise mit der MS Ocean Nova im August als Expeditionsleiterin begleiten. Auch Henryk, der viele Jahre auf Segelschiffen, unter anderem mit Arved Fuchs, in den Polargebieten unterwegs war, wird einige Reisen mit seinem Erfahrungsschatz bereichern. Peter, ursprünglich Förster, mittlerweile Redakteur beim Umweltmagazin „natur“ und Herausgeber der Zeitschrift „Eiswelten“ freut sich darauf, erstmals als Guide an Bord zu sein.

Aus dem Büro von Polar-Kreuzfahrten durften dieses Mal wir, Nina und Anne, an dem Guide-Treffen teilnehmen und so machten wir uns am 8. April auf den Weg von Neustadt  zunächst nach Kiel, von wo aus es mit der Stena Line Scandinavica auf dem Seeweg weiter nach Göteborg ging. Die Fähre stellte sich als eine sehr angenehme Art zu Reisen heraus. Man geht abends an Bord, kann bei frischer Seeluft den Blick auf Kiel genießen während das Schiff ablegt und erreicht am nächsten Morgen entspannt Schwedens Westküste.

Organisatorisches für die Expeditionsleiter und Expertenvorträge für alle

Anne probiert sich am Schießstand

Die ersten Guides trudelten am Mittwoch ein und wir gingen in kleiner, aber internationaler Runde abends essen. Der Donnerstag startete um 8:30 Uhr mit einem Treffen der Expeditionsleiter, bei dem wir als Gäste teilnehmen durften. Hier wurden unterschiedlichste Themen besprochen, unter anderem ging es um neue Umwelt-Auflagen in Ost-Spitzbergen, die Entwicklung des Packeises, die Protokollierung von Tiersichtungen – vor allem von Eisbären, die Instandhaltung der Ausrüstung an Bord sowie zeitliche Abläufe für eine optimale Reiseplanung.

Nach einem schnellen Mittagsimbiss fuhren wir zum maritimen Konferenzzentrum auf die Insel Öckerö, wo jetzt die ganze Gruppe aus Guides und Büromitarbeitern komplett war und zusätzlich von dem schottischen Zodiac-Experten Niall Johnson und dem russischen Biologen und Eisbären-Forscher Nikita Ovsyanikov bereichert wurde. Beide hielten am Nachmittag höchst interessante Fach-Vorträge und leiteten am nächsten Tag Diskussionen zu den Themen Zodiac-Ausbildung und Sicherheit im Eisbär-Land.

Ninas erster Versuch ging gleich voll ins Schwarze

Für uns als Neulinge in der Szene war es eine Ehre, den Vorträgen und Diskussionen der Experten zu lauschen. Einige der Guides wie z.B. Olle Karlsson und Magnus Forsberg haben einen Erfahrungsschatz von Jahrzehnten in den Polarregionen. Die Atmosphäre war offen und freundlich und wir hatten schnell das Gefühl, dazu zu gehören. So scheuten wir uns nicht, Fragen zu stellen und mit zu diskutieren um möglichst viel zu lernen. Abends rauchten zwar die Köpfe, aber wir wurden nicht müde, bei typisch schwedischer Fischsuppe und einem Gläschen Wein in netter Gesellschaft weiter über die Themen des Tages zu plaudern.

Praxis-Teil am zweiten Tag des Treffens

Ja, Blume getroffen

Am Freitag stand ein praktischer Teil auf dem Programm und zwar ein Besuch auf der Shooting Range. Spitzbergen ist Eisbär-Land und zur Sicherheit tragen die Guides bei Landgängen immer eine Schusswaffe. Diese kommt natürlich nur im äußersten Notfall zum Einsatz, also so gut wie nie, aber für den Extremfall müssen die Guides vorbereitet sein und daher regelmäßig an Schießübungen teilnehmen. Auch wir durften unsere Geschicklichkeit am Gewehr testen und es stellte sich heraus, dass Nina ein wahres Naturtalent ist. Sie bekam auf Anhieb ihren „Bärenpass“. Bei Anne hätte es höchstens zum „Blümchenpass“ gereicht, denn sie traf lediglich die Blumen neben der Zielscheibe.

Nach dem ersten Erfolg geht es nun um den Bärenschein (auch erfolgreich!)

Nach 2 gemeinsamen, intensiven Tagen verabschiedeten sich alte und neue Freunde herzlich und wir hatten das Gefühl, dass einige gerne noch geblieben wären und in geselliger Runde weiter diskutiert hätten. Doch die Arbeit ruft, eine neue spannende Saison steht vor der Tür und alle freuen sich auf die nächsten Reisen, ob nach Spitzbergen, Grönland oder in die Antarktis. Auch wir können es jetzt kaum noch erwarten, unsere ersten Spitzbergenreisen zu unternehmen, die nicht mehr in weiter Ferne sind. Wir freuen uns riesig darauf, einige der Guides wieder zu treffen und gemeinsam mit den Gästen an Bord auf Entdeckungstour im hohen Norden zu gehen. Nächstes Jahr in Göteborg können wir dann von unseren eigenen Erfahrungen berichten…

Text: Anne Kielmann

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.