Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Polallerlei

Publiziert: Samstag, den 10. Mai 2014

Reise zum Nordpol – vom Mond?

Reise zum Nordpol – Der Mond und sein Nordpol

Der Nordpol fasziniert – egal ob auf der Erde oder auf dem Mond, 90° Nord erweckt bei den meisten Menschen eine Sehnsucht. Vor vielen Jahren haben sich Polarforscher nach etlichen gescheiterten Versuchen ihren Weg zum Dach der Welt erkämpft. Nun reizt vor allem viele Raumfahrer die Vorstellung, den Nordpol des Mondes zu erobern. Und dabei werden erste kleine Fortschritte verzeichnet…

Der Spiegel-Online meldete am 26.04.14, dass die NASA nach 4 Jahren Arbeit ein Satellitenbild vom Nordpol des Mondes veröffentlicht hat. Mithilfe von Engwinkel-Kameras des LRO (Lunar Reconnaissance Orbiter)  konnte eine Fläche von 2,54 Millionen km² festgehalten werden. Dies entspricht einer Fläche so groß wie Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Österreich, Polen und der Schweiz zusammen. Das Mosaik besteht aus mehr als 10.000 Einzelbildern und durch die spezielle Zoomfunktion des XXL-Fotos entsteht der Eindruck, dass man einen virtuellen Spaziergang auf der Mondoberfläche macht. Probieren Sie es doch selbst einmal aus!

Der LRO wurde gestartet um den Mond möglichst genau zu kartieren und Messungen durchzuführen, die für mögliche Landestellen wichtig sind (irgendwann einmal…). Denn genau hier, am Nordpol des Mondes, schöpfen Wissenschaftler die Hoffnung in „nicht allzu entfernter Zukunft“ einen Außenposten für Menschen zu errichten. Geeignet dafür ist die Gegend durch das Vorkommen von Eismassen.

Erste Hinweise hierfür gab es bereits 1996, es folgte die erste Meldung von Wassereis 1998. Diese liegen jedoch nicht in Form von Polkappen vor, wie bei unserer Erde, sondern sind tief in den Kratern versteckt. In 40 Kratern um den Nordpol gibt es Hinweise auf insgesamt 600 Millionen Tonnen Eis. Die Temperatur hier dürfte -180 bis -250°C betragen und da in die Krater seit Milliarden Jahren kein Sonnenlicht eingefallen ist, bestehen die Eismassen weiter.

Diese sind der Schlüssel für eine dauerhafte, menschliche Präsenz vor Ort. Sie sind Trinkwasserlieferant und durch Elektrolyse könnten Wasserstoff und Sauerstoff gewonnen werden. Da die Kraterränder und Höhen fast durchgehend im Licht stehen, und daher auch „Berge des Lichts“ genannt werden, bestünde ein Weg zur Gewinnung von Solarenergie. So sehen zumindest die Träume von Weltraum-Wissenschaftlern aus.

Woher kommt das Eis eigentlich?

Kometenkerne, die zum Großteil aus Wassereis bestehen, schlagen auf den Mond auf. Dadurch verdampfen sie und hüllen den Mond kurzzeitig in eine Atmosphäre auch Wasserdampf. Hier funktionieren die Krater wie eine Kältefalle und der Wasserdampf legt sich als Raureif in ihnen nieder.

Wir bleiben doch lieber noch eine Weile unserem Nordpol treu…

Der Grundstein für ein Leben am Mond scheint also gelegt zu sein. Und nach der erfolgreichen Eroberung „unseres“ Nordpols ist der Pol vom Mond nun ein neuer Reiz. Der Plan der Wissenschaftler: In bereits 15 Jahren soll dort ein Oberservatorium errichtet werden. Doch bis das alles unter Dach und Fach ist und der Weltraumtourismus so richtig Fuß gefasst hat, befassen wir uns doch lieber noch mit dem Nordpol der Erde. Denn auch hier erwarten uns Veränderungen: 2015 werden zum letzten Mal Passagierfahrten zum Nordpol angeboten. Danach wird es die einzigartige Reise in dieser Form nicht mehr geben. Es bietet sich nun die letzte Chance zu der exklusiven Reisegruppe zu gehören, die einmal „On Top Of The World“ gestanden hat und die bei dieser monumentalen Reise mit dabei war. Bei Interesse zu dieser unvergleichlichen Expeditionskreuzfahrt melden Sie sich doch bei uns oder schauen Sie in den nächsten Tagen mal bei Nordpol-Reisen.de vorbei. Hier werden in Kürze weitere Informationen zur Reise, umgeben von einem neuen Layout, vorgestellt. Lassen Sie sich überraschen!

Text: Kimberly Tahn

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.