Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 14.06. – 23.06.2014

Rentiere auf Spitzbergen
© Harald Geist
Publiziert: Mittwoch, den 18. Juni 2014

Gemütlicher Start in den Tag

Tag 2: Longyearbyen und Boarding – 16.06.2014

Am heutigen Morgen durften wir alle ein wenig ausschlafen und uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet erfreuen. Danach wurden alle Koffer zur Verladung auf das Schiff abgegeben und die City-Tour mit dem Bus durch Longyearbyen startete. Unser Guide war eine deutsche Studentin, die hier in Svalbard studiert.

Zunächst führte der Weg erneut zu der Huskyfarm und den Eiderenten – wie wir erfuhren machten sich einige der Gäste noch am Abend zuvor auf den Weg zurück an diesen Platz und konnten einen Polarfuchs erwischen, wie er sich an einzelnen Nestern verging. Anscheinend hat er mitbekommen, dass die Hunde in den Zwingern ihm nichts anhaben können …

Weiter fuhren wir vorbei an vielen historischen Überbleibseln und dem Friedhof Longyearbyens. Auf der Strecke zur kleinen, gemütlichen Kirche begegneten wir Schneehühnern und Schneeammern. Die Schneeammern sind die einzigen Singvögel Spitzbergens und konnten von uns „Laien“ kaum entdeckt werden – doch unser Guide hat uns alle darauf aufmerksam gemacht. An der Kirche angekommen hat ein Teil der Gruppe sich die kleine Schönheit von innen angeschaut, den anderen Teil verschlug es zu den Rentieren, die in der Nähe grasten. Wir konnten die Rentiere wirklich aus nächster Nähe beobachten, da sie vollkommen unbeeindruckt von uns waren. Die Tour endete dann in einer Galerie mit Ausstellungen über Spitzbergen. Wie in Longyearbyen üblich, zogen wir hier alle unsere Schuhe aus oder behalfen uns mit Plastiküberziehern. Nach einem netten Sektempfang konnten wir einen Film über den Wandel der Landschaft von Januar bis Juli anschauen und die verschiedenen Ausstellung en, sowohl temporäre als auch dauerhafte, besichtigen.

Mittagspause und dann in’s ausgezeichnete Svalbard Museum

Zu Besuch im Svalbard Museum Longyearbyen mit Polar Kreuzfahrten
Ausgezeichnet durch die EU: das Svalbard Museum

Zurück im Hotel erwartete uns das Mittagessen und schließlich konnten wir auch Elke, unsere Expeditionsleiterin, kennen lernen. Auch die letzten Gäste, die das Anreisepaket nicht gebucht haben, waren inzwischen angekommen.

Nach guter Speise stand ein Besuch im Svalbard-Museum an. Für einen so kleine Ort wie Longyearbyen, mit gerade einmal etwas mehr als 2000 Einwohnern, ist das Museum wirklich erstaunlich. Es wirkt durch die ausgestopften Tiere, die in einer Nachahmung ihrer natürlichen Lebensräume dargestellt werden, geradezu real. Viel Geschichtliches wird veranschaulicht durch Nachbauten von Pomoren- oder Trapperhütten und Trankesseln. In der Ecke der Gesteine ist Heike aufgeblüht und es war spannend, ihr zuzuhören und tatsächlich hat das langweilig wirkende Thema „Steine“ nicht nur mich in den Bann gezogen.

Nachdem die Letzten im Souvenirshop noch Mitbringsel und Andenken gekauft haben, fuhr bereits unser Bus vor, der uns zum Pier bringen sollte. Im Hafen lagen zwei Schiffe – die MS Quest und die MS Ortelius. Für uns war alle klar für welches wir uns entscheiden würden: Wir bevorzugen das kleine, schöne blaue Schiff, bei dem an Deck die freundliche Crew bereit steht, um uns in Empfang zu nehmen.

Sicherheit ist oberstes Gebot

Polar-Kreuzfahrten: Sicherheitsübung an Bord der MS Quest

Polar-Kreuzfahrten: Sicherheitsanzüge sind im Übermaß an Bord vorhandenDie Koffer wurden bereits in alle Kabinen verteilt und jeder richtete sich ein. Darauf folgte das Briefing von Elke. Es geht um Sicherheit an Bord, Gefahren, Verhaltensregeln an Land und Grundsätzliches zum Miteinander-Leben auf dem Schiff. Im Anschluss erfolgte eine kleine Notfall-Testübung, die wir (fast) alle mit Bravur bestanden haben. Und die Sicherheitswesten stehen uns allen auch wirklich ideal… 🙂

Dann endlich sind wir voll betankt und können ablegen. Erneut mischen sich Vorfreude und Aufregung. Immer weiter entfernt sich der Hafen von Longyearbyen und wir nehmen Kurs Richtung Hornsund. Bereits kurz nach dem Abendessen wird uns empfohlen, lieber schon präventiv eine Tablette gegen Seekrankheit einzuschmeißen – „es könne durchaus recht windig werden“. Keine Stunde später ist unsere kleine Quest schon ordentlich am Schwanken und wir hoffen alle, dass uns die Seekrankheit erspart bleibt.

Wir sind gespannt, wer morgen alles beim Frühstück sitzen wird…

Text: Kimberly Tahn

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