Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 21.06. - 30.06.2014

© Simon Bober
Publiziert: Freitag, den 27. Juni 2014

Datenstau bei der Satellitenübermittlung …

… daher heute und morgen 2 Tage auf einmal!

Tag 1: Von Oslo nach Longyearbyen – 22.06.2014

Nach dem Frühstück im Radisson Oslo geht es gut gelaunt zu Flughafen, um den Anschlussflug nach Longyearbyen zu nehmen. Die meisten Gäste kamen mit dem Gruppenflug um 13.55 Uhr an. Unsere Guides Christian und Simon nahmen uns herzlich in Empfang, so dass unsere Fahrt ins Hotel auch schon bald starten konnten. Petrus meint es gut mit uns, denn wir wurden empfangen mit einem strahlenden Sonnenschein, der noch den ganzen Tag angehalten hat.

Also ließen wir nicht lange auf uns warten, bezogen schnell unsere Zimmer, um nach einem kleinen  Imbiss in der Sonne den Spaziergang durch das Tal zu genießen.

Achtung! In ihrer Brutzeit können Küstenseeschwalben
ganz schön griffig werden, um Ihr Nest zu schützen

Bereits nach wenigen Metern hatten wir Kontakt mit der Tierwelt Spitzbergens. Küstenseeschwalben, die am Wegesrand residierten, kreischend über unseren Köpfen. Um sich vor einem eventuellen Angriff zu schützen, wurde uns nahe gelegt, einen Gegenstand nach oben zu halten, um sich die Schwalben vom Kopf zu halten.

Vorbei an einer Huskyfarm und einer Eiderentenkolonie erreichten wir schließlich das Eisbärenwarnschild, welches empfiehlt, sich in dem dahinter liegenden Bereich nicht unbewaffnet aufzuhalten. Diesem wollten wir uns nicht widersetzen. Also machten wir kehrt und kamen unversehrt wieder im Hotel an. Das gemeinsame Abendessen war ein tolle Gelegenheit, den ersten Tag auf Spitzbergen Revue passieren zu lassen.

Tag 2: Einführung & Hintergründe UND Schiff Ahoi! – 23.06.2014

Endlich geht es auf die Quest!

Nach unserem Frühstück im Radisson Polar Hotel ging es gestärkt zum Bus, der mit uns die geplante City Tour durch Longyearbyen machte. Neben dem Besuch der kleine Kapelle sowie einem Besuch der Svalbard Galerie erfuhren wir von unserem Guide Christian viel über die Geschichte der Stadt.

Zurück am Hotel stärken wir uns mit einem Mittagessen. Hier haben die Guides schon einmal die Gelegenheit ergriffen, sich uns vorzustellen. Im Anschluss führt uns ein kurzer Spaziergang in das direkt hinter dem Hotel befindliche Svalbard Museum, durch welches unsere Guides uns mit viel Hintergrundwissen begleiteten.

Gegen 15.30 Uhr ging es dann los in Richtung Hafen, wo die MS Quest bereits auf uns wartete. Endlich an Bord! Die Aufregung und Vorfreude auf die kommende Woche werden immer größer.

Bergbausiedlung Barentsburg

Nachdem sich alle in ihren Kabinen eingerichtet haben, ging es auch schon bald los mit den ersten Sicherheitsanweisungen durch unsere Expeditionsleiterin Elke. So konnten wir unser neu erworbenes Wissen gleich bei der kleinen Sicherheitsübung unter Beweis stellen.

Der erste Landgang sollte nicht lange auf sich Warten. Die russische Bergbausiedling Barentsburg wurde von uns angesteuert. Über mehrere hundert Stufen ging es hinauf in die Kohleminenstadt, in der wir neben der kleinen Holzkapelle und dem Schwimmbad auch die Ortseigene Brauerei besuchten. Es war schon abend, und die Straßen wirkten wie leergefegt. Der Kohleabbau ist hier seit 2009 zurück gegangen und somit auch die Anzahl der Bewohner.

Noch dauert es bis wir am Packeis angelangt sind

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, das selbst gebraute Leichtbier in der Brauerei zu probieren. Der Kellner war sichtlich erfreut über den zahlreichen Besuch und servierte uns köstliches Bier. So schön und gemütlich es auch war, das Schiff wollte weiter. Also machten wir uns schließlich auf den Rückweg.

Anschließend war es Zeit für unser erstes, hervorragendes Abendessen. Herbert, unser Kellner, brachte uns mit seiner lustigen und sehr charmanten Art immer wieder zum Lachen. Nachdem wir den ersten Abend bei geselliger Runde Revue passieren lassen konnten, verschwanden alle glücklich und zufrieden in Ihren Kojen.

Die MS Quest nimmt an diesem Abend Kurs nach Südspitzbergen, genauer gesagt an die wilde Berg- und Gletscherlandschaft des Hornsunds.

Text: Britta Lindner

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