Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 21.06. - 30.06.2014

© Mattias Henningsson
Publiziert: Samstag, den 28. Juni 2014

Drei an einem Tag

Tag 3: Erster Landgang in unberührter Wildnis – 24.06.2014

Ausgeschlafen und voller Vorfreude auf das, was uns heute spannendes erwartete, bereiteten wir uns nach dem Frühstück auf unseren zweiten Landgang vor. Nachdem wir uns in mehrere Schichten gekleidet hatten und die Sicherheitsweste, wie am Tag zuvor gelernt, angelegt hatten, ging aus runter zur Gangway, wo uns die ausfahrbare Seitenklappe der Quest komfortabel in die Zodiacs steigen ließ.

Erster Landgang in unberührter Wildnis
Wunderschön und beeindruckend ist
die Gletscherfront der Burgerbukta

Unsere Fahrt führte uns Richtung Gnalodden. Die herrlich klare Luft wehte uns um die Nase und wir genossen die Aussicht auf unser angepeiltes Ziel. Angekommen beeindruckte der Vogelfelsen mit hunderten von Dreizehenmöwen. Danach ging es mit Arne zu einer einsamen Trapperhütte, die wir von innen besichtigten. Bei unserem Spaziergang am Ufer hatten wir anschließend noch genügend Zeit, die Natur und den immer noch anhaltenden Sonnenschein zu genießen. Mittags ging es dann zurück zu unserem schwimmenden Zuhause, wo ein leckeres Mittagsbuffet bereits auf uns wartete.

Nach dem Mittag verließen wir die Quest für unsere erste Zodiac-Cruise: In den wendigen Schlauchbooten ging es entlang der mächtigen Gletscherfront der Burgerbukta. Während wir Gryllteisten und Papageitaucher beobachteten, wurden unsere Blicke immer wieder durch ein lautes Poltern zu den Gletschern gerissen, wo Teile des Gletschers in den Fjord kalbten. Die schwimmenden Eisstücke im Wasser konnten wir beim vorbei fahren nicht nur sehen, sondern durch das Knistern der Luftbläschen auch sehr gut hören. Schweren Herzens traten wir gegen Abend den Rückweg an, denn wir wollten den Koch an Bord nicht (jetzt schon) durch Unpünktlichkeit verärgern… 😉

Erster Landgang in unberührter Wildnis - Zodiac-Fahren
Das Zodiac-Fahren macht allen Spaß

Da wir eine entdeckungslustige und sehr aktive Gruppe sind, stiegen wir nach dem Abendessen zum dritten Mal in unsere Zodiacs, um eine weitere Anlandung zu unternehmen.

Unser Ziel: Die polnische Station in Isbjornhamna, die südlichste Siedlung Spitzbergens. Gestärkt vom Abendessen ging’s auf zur Wanderung, die uns an mehreren Rentieren vorbei führte. Der Aufstieg auf einen nahe liegenden, steilen Felsen hat sich gelohnt. Denn hier erwarteten uns viele Krabbentaucher, die über unseren Köpfen dahin zischten. Still und leise haben wir uns versammelt, um diesen Anblick zu genießen, bis es schlussendlich wieder zurück zu den Zodiacs ging.

Text: Britta Lindner

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