Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 03.08. – 13.08.2014

Publiziert: Donnerstag, den 07. August 2014

Nordwesten und immer noch Eis in der Hinlopenstraße

Dienstag,  5. August 2014

Nach einer ruhigen Fahrt in die nordwestliche Ecke von Spitsbergen erreichen wir gegen 07.00 Uhr das Sörregattet und wenig später den Smeerenburgfjorden. Leider hängen die Wolken relativ tief. Landgang mit den Zodiacs in Smeerenburg. Die Geschichten über den Walfang auf Spitsbergen sind aufschlussreich und zugleich ist es auch traurig, zu was der Mensch fähig ist. Weiter ging’s zum anderen geschichtsträchtigen Ort auf der gegenueberliegenden  Seite des Fjords, d.h. nach Virgohamna, von wo aus Andrée seine Ballon-Fahrt zum Nordpol startete. Rückkehr zur MS Quest um 11.30 Uhr.

Um 15.00 Uhr bereits die nächstem Aktivitäten bei inzwischen wieder guten Wetterverhältnissen: in 3 Gruppen wandern an der Küsten am  Svenskesund. Parallel sammelt die „Beach-Group“ Plastic-Müll am Strand. Rückkehr zum Schiff um ca. 18.00 Uhr, danach Recap und Abendessen.

Ein weiteres Highlight dann um 22.00 Uhr: wir erreichen 80° Nord und ca. 45 Min. später sind wir an der Eisgrenze angelangt.

Mittwoch, 6. August 2014

Eis, Eis, Eis! Kurz nach Mitternacht kommt die Hoffnung auf, schon bald auf den ersten Eisbären zu treffen! Noch aber ist es zu früh, wir fahren erst der Eiskante entlang. Während der Nacht, als sich das Schiff einen Weg durch das Eis nach Osten sucht, kommt auch Nebel auf, welcher die Navigation auch nicht gerade vereinfacht. Während sich die Schiffs-Crew alle Mühe gibt, einen Weg durch das Eis in die Hinlopen-Straße zu finden, erhalten wir Passagiere am Vormittag interessante Vorträge von Dierk und Kerstin über Eis und Leben im Eis.

Die Wetterverhältnisse sind nach dem Lunch nicht besser, d.h. die Quest-Crew kann keinen Weg durch das Packeis finden. Unser Expeditionsleiter Axel entscheidet, dass wir trotz Nebel und Eis eine Zodiac-Fahrt durchführen werden. Um 14.00 Uhr geht’s raus an die frische Luft. Anlandung auf einer Eisscholle. Erstaunlich, wie blau die Eisschollen bei bedecktem Himmel sind.

Auch nach dem Abendessen ging’s um 21.00 Uhr nochmals raus. Durch den Nebel und das dichte Eis suchten wir das Polheim, welches wir nach einiger Zeit auch fanden. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer: ein Eisbär schläft am Horizont, d. h. alles wieder zurück in die Boote!

Auf der Lagune haben wir uns dann „unserem ersten Eisbären“ genähert, d. h. für vernünftige Fotos aber war dieser viel zu weit weg. Nach einer Weile entschieden wir uns für die Rückfahrt aufs Schiff.

Aber sehr weit kamen wir nicht. Ein weiterer Eisbär trieb sich am Strand herum und machte Anstalten, sich ins Wasser zu begeben. Und zu unser aller Überraschung gesellte sich noch ein weiterer dazu: eine Mutter mit einem etwa 2-jährigen Jungen; toll! Klar doch, dass wir uns diese Show nicht entgehen ließen, da die beiden Tiere tatsächlich ins Wasser und dann auf Eisschollen stiegen. Während fast 2 Std. genossen wir dieses Schauspiel der Bären, die Kälte ging völlig unter…!

Mitternacht war wohl schon vorüber, als wir uns wieder durch das Eis zur MS Quest zurück arbeiteten. Schade, dass die Bar schon geschlossen hatte, sonst hätten wir um ca. 01.30 Uhr auf diese Bären angestossen.

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