Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 23.08. – 02.09.2014

Publiziert: Donnerstag, den 28. August 2014

Walross Deluxe

Tag 5: Mittwoch, 27. August 2014

Die MS Quest legt bereits um 04.00 Uhr in der Florabukta ab, Ziel ist das Alkefjellet. Daher ging’s auch heute früh raus aus den Federn, um 08.15 Uhr saßen die Gäste bereits in den Zodiacs. Schade, dass der Nebel resp. die tief hängenden Wolken die Aussicht auf die Basaltsäulen ein wenig einschränkten. Viele Vögel waren nicht mehr auf den Felsen: ein paar Dreizehenmöwen, Dickschnabellummen haben wir noch angetroffen. Aus diesem „Angebot“ versuchten 3 Polarfüchse satt zu werden. Nach gut 1½ Std. sind alle wieder zurück an Bord, die Fahrt geht weiter. Aufgelockert wird diese durch den Vortrag „Eisige Welten“ von Norbert Rosing, dem Fotografen und Buchautor. Ein guter Ansatz, denn der nicht allzu dicke Nebel verzog sich leider nicht.

Kaum hatten die letzten Gäste den Speisesaal verlassen ging’s erneut in die Zodiacs. Am Cape Wahlberg liegen Walrosse am Strand! Rund 15 Tiere tummeln sich an Land und im Wasser und die Frage taucht auf, wer beobachtet nun eigentlich wen? Nach 2 Std. an Land geht’s wieder aufs Schiff zurück, die Fahrt geht weiter zur Torellneset wo um 17.00 Uhr die Zodiacs erneut zu Wasser gelassen werden. Im Nebel geht die Fahrt zur Küste, immer der Nase nach, d.h. die Walross-Kolonie kann man schon auf Distanz riechen. Eine Anlandung ist nicht möglich, spaziert doch auch ein Polarbär am Strand entlang…! Hannah scheint eine gute Nase zu haben. Aus der geplanten 1 Std. Ausflug werden mal wieder 2 Std., weil eine Gruppe von ca. 8 Walrossen an uns ebenso Gefallen findet wie wir an ihnen.  Die Tiere spielen und tauchen 2 Meter vor den Schlauchbooten! Kurz nach 19.00 Uhr sind die Gäste wieder an Bord, durchfroren aber glücklich, diese Erlebnisse gehabt zu haben; von den fotografischen Schnappschüssen ganz zu schweigen. Die heiße Suppe zum Abendessen hilft den Lebensgeistern wieder auf die Sprünge. Ein Recap über Walrosse beschließt den interessanten Tag, resp. um ca. 21.30 Uhr erreichen wir den Brasvellbreen, den drittgrößten Gletscher der Welt (nach der Antarktis und Grönland) mit einer (je nach Quelle) 170 – 200 km langen Eiskante von rund 30 – 40 Metern Höhe. Auch hier stoßen wir wieder auf Walrosse, u.a. einer Walross-Kuh mit Kalb.

Im Augenblick suchen wir IHN, den fotogenen Polarbären, er macht sich rar …

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