Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Spitzbergen: 23.08. – 02.09.2014

Publiziert: Freitag, den 29. August 2014

Der fotogene Eisbär

Tag 6: Donnerstag, 28. August 2014

Nach dem etwas später angesetzten Frühstück (gestern war ja volles Programm) gucken sich über 60 Leute (Gäste, Schiffscrew, Guides) die Augen aus dem Kopf und suchen nach IHM im Packeis; aber ER zeigt sich nicht, hält sich bedeckt. Also muss Norbert wieder hinhalten und präsentiert den 2. Teil seines Vortrages. Parallel fährt die MS Quest zur Packeisgrenze, die Guides halten weiterhin Ausschau nach Wildlife. Aber außer Sattelrobben, vereinzelten Dickschnabellummen und den omnipräsenten Eissturmvögeln gibt’s im Eis nichts zu sehen, es ist wie verhext.

Nach dem Lunch entschließt sich die Expeditionsleitung und der Kapitän wieder etwas nach Norden zu fahren. Es wird eine sehr „bewegte“ Angelegenheit, alles was kaputt gehen oder runterfallen könnte, wird gut verstaut.

Um 16.15 Uhr kommt wieder ein Eisbär-Alarm. Genauso wie der Bär zuvor entpuppt sich auch der gesichtete Bär um 16.50 Uhr als sog. „Fernglasbär“, d.h. die Tiere sind leider zu weit weg um den Ansprüchen zu genügen. Also kreisen wir weiter durchs Eis. Zwischendurch, auf der Position 78°48.3 N / 25°04.0 E findet der Polarbear Plunge statt: 6 Leute wagen sich ins 0° kalte Wasser; Kerstin und Chris springen sogar vom oberen Deck hinunter!

ENDLICH: der fotogene Eisbär! Wenn auch nicht ganz so nahe am Schiff, wie sich das die meisten wohl gewünscht haben, aber immerhin, der Bär ist mit bloßem Auge sichtbar und kann mit größeren Brennweiten auch fotografiert werden. Die Koordinaten 78°48.1 N / 25°07.0 E werden sich die meisten wohl ins Tagebuch geschrieben haben!

Es geht munter weiter: nach der Bekanntgabe des morgigen Programms erscheint nun auch noch ein Buckelwal für ganz kurze Zeit auf der Bildfläche! Und, als sich auch noch die Sonne wieder zeigt, hat ein weiterer Polarbär seinen Auftritt im Licht des Sonnenuntergangs! Was will man mehr? Die Gäste sind mehr als happy!

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