Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Grönland: 26.08. - 08.09.2014

Publiziert: Montag, den 01. September 2014

Naturerlebnisse zwischen Teufelsschloss & Jurassic Park

Tag 6: Sonntag, 31. August 2014

8° Sonnenschein, windstill, später leicht bewölkt

Am nächsten Morgen schien uns die Sonne in die Kabinen und wir ankerten in einem wunderschönen Fjord umgeben von hohen Bergen. Ein imposanter Felsen mit Namen Teufelsschloss wurde von der Morgensonne angeschienen und spiegelte sich wunderbar im Wasser. Nach dem Frühstück ging es gleich in die Boote um das gute Wetter zu nutzen. Eine Anlandung auf der Blomsterdalen versprach einiges.

Wir wanderten auf eine Höhe von ca. 100 m zu einem Süßwassersee von dem man eine unglaubliche Aussicht genießen konnte. Die Stille hier ist so unwirklich und diese Landschaft erscheint wie eine Kulisse die ich nicht dreidimensional sehe sondern wie ein Foto und wir laufen mittendurch. Es hat etwas Urzeitliches und es kommt mir ein bisschen so vor wie in Jurassic Park, jeden Moment könnte ein Dinosaurier um die Ecke stürmen. Aber es kommt nur ein Moschusochse, den die untere Gruppe vor uns erblickt hat und der dann in unsere Richtung lief. Da er per Funk angekündigt war konnten einige noch ein paar schöne Fotos machen. Er schaute kurz in unsere Richtung und stürmte den Hang hinauf.

Einige von uns blieben währenddessen in der Nähe des Strandes und vertrieben sich die Zeit mit einer kleinen Zodiac-Exkursion entlang der Küste. Dabei sahen sie einige Schneeammern und eine kleine Robbe.

Bevor es auf Schiff geht fahren wir mit den Zodiacs in Richtung eines nahen Eisbergs, der aus der Ferne recht unscheinbar aussieht aber von nahem sich als eine wahre Schönheit mit vielen unterschiedlichen Facetten präsentiert.

2 Landgang Nanortalik 14:30 – 16:30

Nach einer kurzen Mittagspause ging es gleich weiter. Wir erkundeten eine Siedlung des Thule-Volksstammes in Nanortalik. Einige von uns die nicht ganz so gut zu Fuß sind, blieben wieder in der nähe des Anlandungspunktes. Alle übrigen machten einen gemächlichen Spaziergang zu den Überresten der Siedlung wo ins Richard interessantes zu der Geschichte des Stammes erzählte. Auf den umliegenden Bergen grasten friedlich die scheinbar allgegenwärtigen Moschusochsen.

Weiter oben endeckten wir einen Schneehasen auf der herbstlich gefärbten Tundra. Da er sein weißes Fell auch im Sommer nicht verändert, ist er auch aus weiter Entfernung sehr gut zu sehen. Wir gingen langsam und leise in seine Richtung, um ihn so gut wie es geht, vor unsere Objektive zu bekommen. Er kauerte in einer Kuhle, beobachtete gespannt die Umgebung, blieb artig sitzen, bis wir uns langsam auf ca. 27 m an ihn heran gepirscht hatten. Dann klickten alle Objektive und es wurde ihm zu bunt, unter allgemeinem Gelächter sprintete er den Berg auf und davon. Auf dem Rückweg endeckten einige einen kleinen Strandregenpfeiffer.

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