Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Grönland: 26.08. - 08.09.2014

Publiziert: Dienstag, den 02. September 2014

Ein Tag für seefeste Morgenmuffel

Tag 7: Montag, 01. September 2014

Bewölkt, stürmische See, Windstärken von 20 – 30 Knoten

Wecken 8:00 Uhr: Wir hatten eine schaukelige Überfahrt vom Kong Oscar Fjord in den Scoresby Sund, sodass das Frühstück weitestgehend ausfiel. Für die Morgenmuffel unter uns bedeutete dieses eine kleine Verschnaufpause: endlich einmal nicht ganz so früh aufstehen! Ab 10:30 Uhr servierte uns das Hotelpersonal dann einen üppigen Brunch und fast alle Passagiere konnten sich stärken.

Der Wind und somit die Wellen nahmen nach und nach dann wieder an Kraft zu, sodass wir uns wieder in unsere Kabinen oder in die Lounge begaben. Um 12.00 Uhr folte ein Vortrag von Henryk –  über die GESCHICHTE GRÖNLANDS und 13:30 Uhr auch gleich Vortrag Teil 2: die Geschichte geht weiter.

Einige der Passagiere vertrieben sich den Nachmittag mit der Sichtung und Sortierung ihrer Fotos, andere mit der Lektüre der gut gefüllten Bibliothek der Ocean Nova. Aus den Fenstern sieht man riesige Eisbergskulpturen im Meer schwimmen, die sich hier im Scoresby Sund auf der Steuer- und Backbordseite wie an einer Perlenkette aufgereihen. Und sie werden immer zahlreicher und größer, wahre Giganten die uns hier begegnen, wow!!! Ganz am Horizont sind einige Löcher in der Wolkendecke und zaubern eine wunderbare Lichtstimmung, unbeschreiblich schön.

Schicksal eines einsamen Eisbergs

Am Abend sind wir in der Skillebugt angekommen, ein einsamer weißer Gigant hatte sich bis hierhin verirrt und hatte sich fest gefahren. Während des Ankermanövers beobachteten wir, wie sich ein kleiner Teil löste. Und dann kam der Koloss doch tatsächlich ins schwanken und wir hielten den Atem an und dachten: „Jetzt dreht er sich!“ Er schwankte vor und schwankte etwas zurück und es sah aus als würde er gleich komplett umkippen – aber das war es leider schon. Durch den Abbruch hatte er nur leicht die Balance verloren und durch die geringe Wassertiefe in dieser Bucht saß er wieder fest.  Gefangen über Jahre bis er irgendwann nur noch ein ganz kleiner Eisberg sein wird und seine Reise endlich fortsetzen kann.

Nach dem Abendessen ging es dann doch noch in die Zodiacs und wir sahen einen wirklich magischen Platz. Eine gigantisch große Bucht die mit bis zu 2.200 m hohen Berggipfeln umgeben ist. Das Wasser reicht nicht mehr an die Gletscherkante heran, was eine Anlandung an Land doch sehr schwierig gestaltete. Einige von uns gingen über die bis ans Wasser reichenden Steinmoränen an Land bzw. kletterten über die Steine und eine kleine Gruppe, die sich diese Kletterei nicht zutraute, genoss eine Zodiac Cruise im Fjord.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.