Silvester in der Antarktis
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Die Inseln zwischen Südatlantik und Polarmeer wirken auf
den ersten Blick unwirtlich und schroff. Doch hinter steilen Felsfassaden verstecken sich sanfte Hügel, Graslandschaften und Moore. Menschen haben sich allerdings nur auf den Falklands und in Süd-Georgien ganzjährig eingerichtet und kultivieren britische Lebensart am Rande der Welt. Die Inseln sind populäre Reiseziele auf dem Weg in die Antarktis.
Falkland-Inseln
Die Privatinseln Westpoint und Carcass sind die Heimat für unzählige Magellan-, Felsen- und Esels-Pinguine. Am Strand begrüßen Sie Austernfischer, Dampfschiffenten, Kelp- und Magellangänse. Und mit etwas Glück kreist vielleicht einer der seltensten Greifvögel der Welt über die grünen Inseln: der Falkland-Caracara.
Süd-Georgien
Süd-Georgien ist ein Bruchstück des südamerikanischen Kontinents mit einer Gebirgskette aus über 2000 m hohen Eisriesen. Ornithologen werden sich am Artenreichtum erfreuen: Knapp 60 Vogelarten leben hier, etwa die Hälfte davon brüten auch auf der Insel. Der rauhen Natur trotzen farbige Flechten und Moose in über 200 Arten. Captain James Cook ging hier als erster an Land und der berühmte Polarheld Sir Ernest Shackleton fand seine letzte Ruhestatt auf dem Friedhof von Grytviken. Die historische Walfangstation und das Museum bieten immer noch gute Einblicke in eine historisch interessante Ära. In der Bay of Isles und bei Salisbury Plain fasziniert das Miteinander der Tiere: majestätische Wanderalbatrosse und Sturmvögel, Esels-Pinguine, See-Elefanten, Pelzrobben und vor allem Königspinguine. Süd-Georgien ist ein faszinierendes Reiseziel vieler Expeditionsreisen in die Antarktis.
Süd-Orkney-Inseln
Einer einsamen Festung gleich und selbst im Sommer noch unter Gletschereis versteckt – kaum eine Inselgruppe erscheint abweisender. Pinguine, Robben und Seevögel sehen das anders und die argentinische Forschungsstation „Orcadas“ auf der Insel Laurie zeigt sogar, dass Menschen hier leben können. Eines der seltener besuchten Reiseziele dieser Region.
Diese sehr abgelegenen Inseln im Süden Neuseelands bzw. Australiens stehen unter strengem Naturschutz und sind selten besuchte Reiseziele auf dem Weg in die Antarktis.
Auckland Islands
Zur Gruppe der Auckland Islands gehört auch die kleine, besonders interessante Enderby Insel. Die Gruppe besitzt die reichste Flora aller subantarktischen Inseln, mit einer Vielzahl von Farnen, Moosen und Flechten. Niedriger Wald, Heide und Hochmoore bestimmen das Landschaftsbild. Hier kommen auch die äußerst seltenen Gelbaugenpinguine vor, und die vom Aussterben bedrohten Hookerschen Seelöwen.
Campbell Island
Diese Insel gehört wie die Auckland Islands zu Neuseeland und steht ebenfalls unter strengem Naturschutz. Hier finden Sie die weltweit größte Brutpopulation von Königsalbatrossen.
Macquarie Island
Hunderttausende von Königspinguinen erwarten Sie auf dieser geschützten Insel, die als eine Art "Arche Noah" der südlichen Hemisphäre gilt. Tatsächlich - wohl nirgendwo sonst findet man einen derartigen Reichtum an Tierleben auf engstem Raum. Der Haubenpinguin, ein Verwandter des Goldschopfpinguins, brütet nur auf Macquarie Island. Daneben finden sich hier 25 weitere Arten von Pinguinen und Seevögeln, darunter Esels- und Felsenpinguine und vier Albatross-Arten. Große Gruppen von See-Elefanten liegen faul am Strand. In der Buckles Bay im Norden befindet sich eine australische Forschungsstation.
Ein faszinierendes und selten besuchtes Reiseziel.