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Erweitert
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Reisedauer


Die beste Jahreszeit- oder wann es was zu sehen gibt…

Hat man sich für die Polarregionen als Reiseziel entschieden, gilt es die eigene Erwartungshaltung an die Reise zu definieren. Diese geht natürlich einher mit der eigenen Interessenslage. Setzt man seinen Schwerpunkt mehr auf landschaftliche Höhepunkte oder ist man als Fotograf auf der Pirsch nach spektakulären Tieraufnahmen? Oder ist es die Geschichte der Erschließung der Polarregionen die man auf den Spuren der Entdecker erleben möchte? Egal worauf man seinen Fokus setzt, das Zeitfenster dafür ist im kurzen Polarsommer eng begrenzt: der arktische Sommer erstreckt sich von Mitte Juni bis September, während er in der Antarktis von Mitte November bis März stattfindet.

Das mag zwar logisch klingen, doch die Erfahrung im Reisebüro zeigt, dass sich viele Reisewillige von der Bedeutung des Zusammenhanges zwischen Reiszeit und Erlebniswunsch nicht wirklich im Klaren sind. Doch genau dies ist von fundamentaler Bedeutung, denn in den hohen Breiten ändern sich die Konditionen und Höhepunkte innerhalb kürzester Zeit. Da es keine „beste Reisezeit“ gibt, gilt es den für seine Vorlieben geeigneten Zeitraum zu ermitteln. So sollten beispielsweise ornithologisch Interessierte eher einen früheren Reisetermin wählen. Denn, wo eben noch unzählige Vögel brüteten, erlebt man einige Wochen später nur noch verlassene, kahle Felsen, da die ehemaligen Bewohner schon auf ihrem Zug ins Winterquartier sind. Je nachdem, ob man die Balz, Brut, Jungvögelaufzucht oder die Wanderung erleben möchte, ist eine weitere Präzisierung des Reisedatums nötig.

Geschichtlich interessierte können entlegene Wetter- oder Forschungsstationen wie beispielsweise die Station Haudegen auf Nordaustlandet nicht zu jeder Zeit erreichen. Im Laufe eines Jahres verschiebt sich die Packeisgrenze und gibt bestimmte Regionen erst im Spätsommer für wenige Wochen frei. Obwohl kein Veranstalter die geplanten Reiserouten garantieren kann, da die Eis- und Wetterbedingungen nicht präzise vorhersehbar sind, ist die Wahrscheinlichkeit in besonders polnahe Gebiete vorzudringen in den Monaten August/ September (Arktis) bzw. Februar/ März (Antarktis) am höchsten.

Die Chancen unterwegs Wale beobachten zu können sind zwar auf jeder Reise gut, doch steigt die Wahrscheinlichkeit neben den endemischen Arten auch die sich in diesen Gewässern zur Nahrungsaufnahme einfindenden wandernden Wale zu sichten in der eisärmeren Zeit des Spätsommers. In der Antarktis ist dies auch die Zeit, in der man Pelzrobben in großer Zahl sichtet.

Antarktis

November (Frühsommer)
Die abenteuerlichste, und in gewisser Hinsicht auch beeindruckendste Zeit:

  • Die See ist noch mit Packeis bedeckt, die Strände mit Schnee
  • Pinguine kommen zu ihren Kolonien zurück, und beginnen mit dem Nestbau
  • Die ersten Besucher der Saison kommen in die Antarktis
  • Pelzrobben paaren sich in Südgeorgien


Dezember bis Januar (Hochsommer)

Die wärmsten, und vom Wetter her sicherlich besten Monate für einen Besuch:

  • Fast 24-stündiges Tageslicht
  • Weihnachten und Neujahr in der Antarktis
  • Die ersten Pinguinküken schlüpfen
  • Pelzrobben Babys in Südgeorgien


Februar bis März (Spätsommer)
Dies ist die beste Zeit für Walbeobachtungen:

  • Das Eis hat sich weitgehend zurückgezogen, und erlaubt Anlandungen weiter im Süden
  • Hervorragende Chancen zur Walbeobachtung vom Schiff, und von den Zodiacs
  • Pinguinküken werden flügge
  • Pelzrobben tauchen nun auch an der Antarktischen Halbinsel auf

Arktis

Mai/Juni

  • Seevögel beginnen zu brüten

Juni/Juli

  • Mitternachtssonne,
  • Jungvögel werden flügge
  • aufbrechendes Packeis,
  • arktisches Leben in voller Blüte


August/September

  • Das Packeis hat sich weit nach Norden zurückgezogen - Umrundungen von Spitzbergen und Reisen zur grönländischen Ostküste sind jetzt möglich


September/Oktober

  • Walbeobachtungen in Nordnorwegen


Winter

  • Polarnacht und Nordlichtbeobachtungen
Große Halbumrundung der Antarktis

Am Ende dieser faszinierenden Reise werden Sie fast die halbe Antarktis umrundet haben! [mehr »]